Informationsfahrt Berlin 13.02. – 16.02.2013
Reisebericht

Im Rahmen einer Informationsfahrt – auf Einladung der SPD - Schatzmeisterin und Bundestagsabgeordneten Frau Dr. Barbara Hendricks – wurde einigen Schülerinnen und Schülern aus dem Kreis Kleve die Möglichkeit einer Reise mit politischem Schwerpunkt in die Bundeshauptstadt eröffnet. So waren unter anderen zwei Gaesdoncker Schüler der Einladung gefolgt und hielten sich, beginnend am Aschermittwoch bis zum Samstag derselben Woche in Berlin auf. Entgegen anfänglicher Annahmen beschränkte sich das Programm hierbei nicht ausschließlich auf die Besichtigung politischer Hauptorgane, sondern konnte darüber hinaus mit umfangreichen historischen bzw. kulturellen Inhalten aufwarten.

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Dennoch waren es besonders erstere die den eng getakteten Ablaufplan anfänglich bestimmten. So lag die Besichtigung des Bundesrates zeitlich unmittelbar nach der Ankunft der Gruppe am Berliner Hauptbahnhof. Hier konnten bei einer Führung Einblicke sowohl in die Vergangenheit und den Ursprung des Gebäudes als ehemaliges preußisches Herrenhaus als auch in die politische Funktion der Institution an sich gewonnen werden. Blieb der Bundesrat für den Ankunftstag noch die einzige Station, gestaltete sich - nach einer geruhsamen Nacht im Hotel – der Donnerstag als programmintensivste Einheit. Beginnend mit einem Besuch im Bundestag, der sich durch die historische sowie funktionale Skizze des Hauses als informativ und lohnenswert entpuppte, stand nunmehr der Besuch des Willy Brandt Hauses als weiterer Punkt auf der Tagesordnung.

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Nach einer Einführung in die historische Relevanz des Standorts respektive der bekannten Statue Brandts von Rainer Fetting, die sich im Atrium befindet, fanden sich die Teilnehmer in der oberen Etage des Hauses ein. Filmisch aufbereitet wurden nun Vergangenheit und Urgedankengut der SPD dargestellt. Die anschließende Diskussion über tagespolitische Themen leitete dann Frau Dr. Hendricks. Weiterhin ist der Besuch des jüdischen Museums als weiteren zentralen Anlaufpunkt der Reise zu erwähnen. Entgegen anfänglicher Vermutungen zeigt das von Liebeskind konzipierte Gebäude nicht nur die besonders prägenden 12 Jahre des jüdischen Schicksals, gezeichnet durch die Auswirkungen des Nationalsozialismus’, sondern versucht vielmehr einen möglichst umfassenden Überblick über die Geschichte des Judentums zu gewährleisten. Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der achsenartige Aufbau des Hauses, der den unterschiedlichen Themenbereichen einen individuellen Gang zuweist, der mit einer jeweils angepassten architektonischen Interpretation endet. Am vorletzten Tag stand ein Besuch im Bundesministerium für Bildung und Forschung an.Nach einem einleitenden Informationsvortrag, der unter anderem die Aufgaben des Ministeriums thematisierte, folgte eine Diskussion zu tagespolitischen Themen der Bildungspolitik und des Ministeriums. Der Samstagvormittag stand vor dem Antritt der Heimreise für die individuelle Gestaltung zur Verfügung, die angesichts der vielen Möglichkeiten, die die Bundeshauptstadt zu bieten hat, nicht besonders schwer fiel. Abschließend lässt sich somit von einer informativen aber nicht überladenen Informationsfahrt sprechen, die sich nicht zuletzt auch durch die fachkundige Leitung, gute Unterbringung und Verpflegung lohnenswert gestaltet hat. An dieser Stelle sei daher Frau Dr. Hendricks für die Einladung gedankt.

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